Abschieds- und Gedenkfeier für Stefan Klaus – Klassenlehrer der Realschule

Mit Bestürzung haben alle Beteiligten vom Tod von Stefan Klaus, Klassenlehrer an der Realschule, erfahren. Anlässlich einer Gedenkfeier für die Schülerinnen und Schüler, für die Lehrkräfte und Behörden dachten alle nochmals an Stefan Klaus, sein Wirken und seine besondere Persönlichkeit. Er hat mit seiner Art über 26 Jahre die Schule mitgeprägt und gestaltet.

„Er hat uns verlassen, und wir sind hier um uns zu verabschieden“, sagte ein tief berührter Schulleiter Oberstufe, Matthias Bär, am Beginn der Gedenkfeier und weiter: „Wir möchten innehalten, vom Leben und Wirken.“ Die Anwesenheit vieler Betroffener an der Gedenkfeier zeigte dies auch. Matthias Bär demonstrierte am Symbol des Schiffes, wo seine Verbindungspunkte mit Stefan Klaus waren: Die rollenden Räder, die Informatik und dann die Schiffe. „Und so wie dieses Boot auf dem Bild, sind wir hin und her geworfen vom Unverständnis, von der Trauer, vom Wissen über die Endlichkeit, auch die eigene,“ erzählte der Schulleiter betroffen. Er sei nicht überrascht gewesen von der Endlichkeit selbst, sondern dass es so schnell gegangen sei. Nach Erkältungssymptomen habe sich Mitte Januar gezeigt, dass er an Krebs litt. Einige Tage nach der ersten Therapie sei Stefan Klaus in seinem Haus in Zofingen friedlich eingeschlafen.

Die Klasse von Stefan Klaus hatte für die Gedenkfeier ein Lied vorbereitet: Tears in heaven von Eric Clapton. Am Schluss heisst es im Text: „Würdest du mich wiedererkennen, wenn ich dich im Himmel sehen würde?“ Und weiter: „Ich muss stark sein und weitermachen, denn ich weiß, dass ich nicht hier in den Himmel gehöre.“ Es drückte sicher einen Teil dessen aus, was die Schülerinnen und Schüler denken, kein einfacher Weg, den sie gehen müssen. Die Anwesenden zeigten sich im Anschluss dankbar über dieses Lied und das Zeichen der Schülerinnen und Schüler für ihren verstorbenen Lehrer.

Nachdem Verlesen des Lebenslaufes durch Franziska Baldinger, malte Judith Simon mit den Tönen eines wunderbaren Saxophon-Solos die Zeit im Januar von Stefan Klaus in den Raum – eine Zeit. Sie versuchte dieser Zeit mit rauhen, fragenden, starken, aber auch sehr leisen Melodien nachzuspüren.

Da Computer und Internet zu den Interessen von Stefan Klaus gehörten, traute sich Matthias Bär, mit den Anwesenden ein Wortbild entstehen zu lassen, wie ein Wort den Verstorbenen auszeichnen könnte. So entstand Stück für Stück das Wortgebilde an der Wand, das zeigte, wie respektiert und anerkannt Stefan Klaus war.

In seiner Rede betonte Matthias das grosse Engagement des verstorbenen Lehrers, insbesondere für die schulisch Schwächeren, mit denen er möglichst gute Bedingungen für den Übertritt ins Berufsleben erarbeitet hatte. Er sprach den Eltern, Brüdern, Familienmitglieder, Freunden und Bekannten von Stefan Klaus Trost zu. Zum Schluss bedankte er sich bei den beteiligten Lehrkräften Christian Derendinger, Judith Simon, Uriel Seibert und Romana Dietrich für die musikalische Begleitung und Unterstützung der Gedenkfeier. Er wies auf den Abschiedsraum für Stefan Klaus hin. Mit ganz persönlichen Gedanken schloss Matthias Bär die Gedenkfeier.