4. Sek – Elternveranstaltung

Bericht aus den Zofinger Nachrichten vom 7. Juni 2014:

«Was heisst, ich bin nicht mehr die Schönste im Land?! Du hast mir doch gesagt, wenn ich mir die Lippen auch noch aufspritzen lasse, bin ich das garantiert!» Das Zitat entstammt einer modernen Interpretation des Märchens Schneewittchen. Die vierte Sekundarstufe von Safenwil-Walterswil hat das altbekannte Märchen humorvoll angereichert. Am Donnerstagabend kamen Angehörige und Freunde in den Genuss der selbst gestalteten Comedyshow.

Mit über sechs Dutzend Leuten ist die Aula brechend voll. Spätestens nach dem Einmarsch der sieben «Hippie-Zwerge» (mit Demoplakaten) sind die Lachmuskeln des Publikums dauerhaft aktiviert.

Jugendliche stellen sich vor

Weiter geht es mit einer Neuinterpretation des Lieds «Zehn kleine Jägermeister», welches die Jungen der Klasse zum Besten geben. Danach führen sieben Mädchen einen südamerikanisch angehauchten Line Dance vor. Klassenlehrerin Elisabeth Haberstich macht auch mit. Zwischen diesen Showeinlagen stellen sich die Jugendlichen vor, inklusive Charakterisation, Werdegang und Wunschberuf. Viele kleine Seitenhiebe und die humorvoll bebilderte Diashow sorgen für Lacher und Applaus aus dem Publikum. Besonderen Anklang findet die Fotomontage «In zehn Jahren»: Vom eigenen Start-up über die Leitung einer Walrettungsstation bis zum reüssierenden Pianisten ist alles dabei.

Überzeugendes Musikprogramm

Aber auch die musikalischen Fähigkeiten der Klasse kommen nicht zu kurz: Auf Blechbüchsen und Fässern hämmern die Jungs ein Tambourenstück. Die Mädchen singen eine rührende Ballade mit überzeugendem Vibrato. Ein Schüler begeistert mit seiner Schlagzeuginterpretation des lateinamerikanischen Tumbao. Und ein angehender Pianist reüssiert am Klavier mit der gefühlvoll vorgetragenen «Comptine d‘ un autre été: l’après-midi» aus dem Film «Amélie». Der flüssige Umbau zwischen den gut einstudierten Beiträgen beeindruckt ebenfalls. Klassenlehrerin Elisabeth Haberstich kommentiert: «Man kann so etwas nicht jedes Jahr machen. Es geht nur mit einer Klasse, bei der ich weiss, dass sie dahinter steht.» In der intensiven Probephase seit den Frühlingsferien mussten die Schülerinnen und Schüler oft selbstständig Aufgaben lösen, während die Lehrerin mit einzelnen Schülern deren Beiträge probte. «Der Klassenzusammenhalt war sehr gut» bestätigt auch David Wyss. Ein Faktor, der sich als deutlich erkennbarer roter Faden durch das ganze Programm zog.

Eigeninitiative war gross

Ebenso zeigten die gut 20 Schüler der Abschlussklasse viel Eigeninitiative: Eine Schülerin entwarf eine ganz eigene Tanzeinlage, eine Zweiergruppe erfand einen Sketch über die mangelnden Sprachkenntnisse von ausländischem Personal und es wurde sogar ein englisches Lied auf Deutsch, Französisch und Albanisch adaptiert. Den krönenden Abschluss bildete die ganze Klasse, als sie inbrünstig den Song «Take me home, country roads» anstimmte. Es ist den Jugendlichen zu wünschen, dass sie bei der Erfüllung ihrer Träume in die weite Welt hinausgehen, sich aber wie im Countrysong immer wieder an ihre Heimat erinnern, wo sie zusammen eine tolle Klasse waren.

«Der Klassenzusammenhalt war sehr gut.»

David Wyss,

Sekundarschüler