Entstehung und
Verbreitung
Der Hinduismus ist die
drittgrösste Weltreligion der Welt nach Christentum und Islam und zählt
etwa 900 Millionen Anhängerinnen und Anhänger. Er ist aus vielen alten
Traditionen in Indien entstanden und ist überwiegend dort und in den
angrenzenden Asiatische Nachbarstaaten zu finden.
Glaubenslehre
Der Hinduismus kennt keine
gemeinsame Gründerperson. Jede Glaubensrichtung hat eigene nur für sie
verbindliche heilige Schriften: z. B. Vishnuiten das Bhagavatapurana,
Shaktianhänger das Devi Mahatmya, ein puranisches Werk zur Verehrung
der Göttin. Dagegen gelten die Veden mit den Upanishaden und die
Bhagavad Gita (als Bestandteil des Mahabharata) als die grundlegenden
heiligen Texte für alle Hindus. Hinduistische Lehren betrachten den
Kosmos als geordnetes Ganzes, das vom Dharma, dem Weltgesetz, welches
die natürliche und sittliche Ordnung darstellt, beherrscht wird.
Veden
Die ältesten heiligen
Schriften des Hinduismus heissen Veden und sind in der heiligen Sprache
Sanskrit, einer Art Kunstsprache, verfasst. Veda bedeutet wissen. Die
Veden Lehren, wie man sein Leben frühen sollte. Sie sagen auch, welche
Verpflichtungen man gegen über der Familie und Gemeinschaft hat.
Sie enthalten darüber hinaus Anweisungen über religiöse Zeremonien
Tempel
Im Hinduismus repräsentiert
der Tempel (Mandir) den Kosmos schlechthin. Im Tempel "berühren" sich
die Welt der Götter und die Welt der Menschen. Im Gegensatz zu den
Hausriten ist der Tempelbesuch jedoch nicht obligatorisch. Einer der
größten Tempelkomplexe und Pilgerzentren ist Tirumala Tirupati in
Südindien. In Nordindien zieht die heilige Stadt Varanasi am Ganges
immer wieder Unmengen von Pilgern an.
Feste/Traditionen
Neben den überregional
verbreiteten Feiertagen der verschiedenen Glaubensgemeinschaften gilt
das Erntedankfest Pongal als das wichtigste aller tamilischen Feste.
Das tamilische Neujahrsfest findet Mitte April statt. Unter den
religiösen Festen der Hindus ragt das Lichterfest Diwali heraus, im
Tamilischen Dipavali genannt. Tempel
Gott
Die verschiedenen
hinduistischen Traditionen und Philosophien vertreten unterschiedliche
Gottesbilder. Die Verehrung des Göttlichen in Bildern und Statuen ist
weit verbreitet, jedoch lehnen viele Hindus, wie z.B. die
Lingayats die Verehrung in dieser Form strikt ab. Neben den
Hauptgöttern gibt es noch unzählige andere Gottheiten, von denen viele
nur lokal verehrt werden.
OM
OM ist das Symbol des
Hinduismus.
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